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Ist Kork umweltfreundlich und nachhaltig?

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Ist Kork umweltfreundlich und nachhaltig?

Du kennst Kork als Verschluss für Weinflaschen oder als Pinnwand aus dem Büro. Vielleicht auch als Fußbodenbelag, Kinderspielzeug oder aus dem Tierbedarf. Einige von euch wissen vielleicht auch, dass man Kork als vegan Alternative zu Leder verwenden kann. So wird Kork beispielsweise aus bei der Herstellung von Taschen, Hüten oder sogar Hundeleinen verwendet. Das Naturprodukt hat sich in vielen Bereichen des täglichen Lebens etabliert und wird dabei oft als umweltfreundlich und nachhaltig beworben.

Diese Aussage wollen wir genauer prüfen und klären die Frage: ist Kork wirklich so umweltfreundlich und nachhaltig wie er gerne beworben wird? 

Korkeichenwald

Die Herstellung von Korkprodukten 

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Herkunft von Kork. Bei dem Kork, der beispielsweise zu Weinkorken verarbeitet wird, handelt es sich um die Rinde der Korkeiche. Diese wächst vor allem im Mittelmeerraum und wird seit Jahrhunderten als Ausgangsmaterial zur Herstellung von den verschiedensten Produkten aus und mit Kork verwendet. 

Aber heißt das, dass für die Herstellung die Bäume gefällt werden müssen? Nein! Im Gegensatz zu Holzprodukten, für die die Bäume gefällt werden, ist das bei Kork nicht der Fall. Und genau das macht Kork so nachhaltig!

Denn bei der Ernte der Korkrinde werden die Bäume nicht gefällt sondern geschält, wodurch der Baum keinerlei Schäden nimmt. Im Gegenteil, die regelmäßige Schälung dient der Pflege der Korkeichenwälder. Die Rinde des Baumes wächst wieder nach und so kann der Baum nach ungefähr 9 bis 10 Jahren erneut geschält werden. 

Ernte

Wir haben Ihr Interesse an dem Naturprodukt Kork geweckt? Mehr spannende Infos zu dem Thema "Woher kommt Kork eigentlich?" finden Sie hier in einem unserer vielen Blogbeiträge mit Hintergrundwissen

Das Rohmaterial wird anschließend in verschiedenen Prozessen weiterverarbeitet. Lokale Ernte und Produktion in Portugal sichert nicht nur eine Branche mit jahrhunderter alter Tradition, sondern auch ökologische Verarbeitungsmethoden. Beispielsweise werden mit Wasserdampf die natürlichen, in der Rinde enthaltenen Harze gelöst. Bei der Weiterverarbeitung werden diese als eigene Bindemittel eingesetzt und ermöglichen die Gestaltung von vielfältigen Korkprodukten. Aus Resten der Ernte oder dem Ausschuss der Weinkorkenproduktion wird Presskork hergestellt. Sicher kennst Du diesen als Pinnwand oder Schreibtischunterlage. Dabei wird der Kork zu feinem Granulat verarbeitet und dann mit der Hilfe von Bindemitteln in die entsprechende Form gepresst. Es geht in der Korkproduktion also nichts verloren. 

Kork als kleiner Weltenretter

Kork ist nicht nur ein einfaches Naturprodukt, sondern auch aus einigen Gründen sehr umweltfreundlich und nachhaltig: 

1. Die Korkeiche kann sich klimatischen Bedingungen sehr gut anpassen und zum Beispiel Bränden - die im Mittelmeerraum immer häufiger auftreten - viel besser Widerstand leisten als andere Baumarten 

2. Laut NABU dient die Korkeiche dem Erhalt der Artenvielfalt, da in den Wäldern viele verschiedene Tierarten heimisch sind wie z.B. die vom Aussterben bedrohte Großtrappe oder der Iberische Luchs. In der kalten Jahreszeit dienen die Wälder auch Kranichen als Überwinterungsgebiet. 

3. Gemäß einem Bericht des WWF wirkt die Korkeiche sogar Bodenerosionen entgegen, da die Krone des Baumes Niederschlag auffängt. Dies führt unter anderem zu der Instandhaltung der Böden bei. 

4. Aber damit nicht genug, denn die Korkeiche unterstützt uns auch im Kampf gegen die Erderwärmung, denn sie können Kohlenstoffdioxid in sehr hohen Mengen binden und damit Treibhausgase reduzieren.

5. Kork ist zu 100 % biologisch abbaubar und eigentlich sich perfekt zum Recyceln, so kann aus alten Korken beispielsweise Granulat hergestellt werden, das wiederum bei der Dämmung von Häusern zum Einsatz kommen kann. 

6. Korkrinde kann auch nach der Weiterverarbeitung als vegan Alternative zu Leder verwendet werden, um so wiederum Handtaschen oder Schmuck herzustellen. Auch in der Modeindustrie wird das Naturprodukt verwendet und liefert dank seiner Maserung außergewöhnliche und einmalige Designs.

7. Auch um Wohnungsbau findet sich der Alleskönner wieder. So können mit Kork Böden belegt und Wände gedämmt werden. 

Gut zu wissen: Immer häufiger wird Kork auch zum Dämmen von um- und ausgebauten Wohnmobilen und Camper-Vans verwendet, um so eine ökologische Alternative zu Dämmplatten aus synthetischen Stoffen zu verwenden. 

Kork ist also nicht nur vielseitig einsetzbar, sondern bietet auch für viele Tiere Unterschlupf und hilft CO2 abzubauen. 

Leider muss an dieser Stelle auch gesagt werden, dass die Nachfrage nach Kork zurückgegangen ist. Laut Berichten des NABU und des WWF kann man unter anderem in Portugal beobachten wie die Korkeiche durch (brandanfällig) Eukalyptus-Kulturen verdrängt werden. Auch die Nachfrage nach kostengünstigeren Produkten hat dazu geführt, dass Weinkorken aus Naturkork durch Plastik-Verschlüsse ersetzt werden. 


Fazit 

Kork ist nicht nur nachhaltig und umweltfreundlich, er kann auch zu 100 % recycelt werden und ist eine Alternative zu herkömmlichen Plastik- und Lederprodukten. die Korkeichenwälder in Portugal tragen nicht nur zur Fruchtbarkeit des Bodens bei, sondern bieten auch zahlreichen Tieren das ganze Jahr lang einen Unterschlupf. Dank seiner vielen Verwendungsmöglichkeiten bleibt bei der Ernte nichts ungenutzt. Korkeichen sind sehr hitzebeständig und können Waldbrände besser überleben als andere Pflanzenarten. 

Korkeichenwald von oben

Fertige Weinkorken

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